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Die Dualität in den Worten

Vielleicht ist es noch niemanden aufgefallen, aber Wörter haben gegensätzliche Bedeutungen:

z.B. "Morgen"

Man sagt "Am Morgen" oder "Guten Morgen" und bezeichnet damit die Vergangenheit und bei "Der Morgen" spielt man auf die Zukunft ab.

z.B. "Vorhersehen"

"Etwas vorhersehen!" heisst soviel wie in der Vergangenheit etwas gesehen haben, hat aber auch die Bedeutung von "etwas noch nicht geschehenes (in der zukunft) vorher gewusst haben"



Was ist Zeit? Die Sache mit "Vergangenheit" und "Zukunft". Die Vergangenheit ist doch nur ein Gedanke und die Zukunft ist auch nur ein Gedanke. Was ist, ist das hier & jetzt aus dem ich heraus an einen Gedanken denke.

Gibt es eine "Vergangenheit" oder "Zukunft", wenn ich nicht daran denke?
Gibt es all die Menschen und Orte und Zeiten, wenn ich nicht an sie denke?

Wenn ich mich in ein Film vergesse oder mich in ein Buch vertiefe so verschwindet doch förmlich meine Umgebung um mich. Die "Zeit" verfliegt. Irgendwann tauche ich auf aus meiner Fantasiewelt und bin wieder "da". Wo war dieses "da" während ich mich in meiner geistigen Welt befand?

Was wäre, wenn... (eine Satzformulierung, die die gewohnten Bahnen bricht oder das "normale" in Frage stellt!)

Was wäre, wenn nur das da ist, wo ich meine Aufmersamkeit habe?
Bin ich dann das L.ich.t, der meine Welt (Wellen > Energie > Atome?) kreiiert?

Was unterscheidet meine Fantasie (Gedanken), mein Traum und die sogenannte Realität?

Nichts. Nur unterschiedliche Ebenen des Sich-bewusst-seins.

Während einer "langen" Reise kann ich mich geistig mit etwas anderem beschäftigen. Ich kann vollkommen abwesend sein, mich vollständig aus der "Realität" abkoppeln. Irgendwann "komme ich zurück" und sehe, dass ich am Zielort angekommen bin. All diese Geschehnisse, die während der Fahrt passiert sind... sind sie wirklich passiert?

Im Wald fällt ein Baum. Wenn Niemand da ist (im Wald) entsteht ein Geräusch? De Facto: Nein. Man kann es nicht beweisen. Es kann sein, aber absolut sicher weiß es niemand...

Es heisst, dass die Thora - das heilige Buch der Juden - in einer zeitlosen Form geschrieben "wurde". Fakt ist, dass es keine Zeit gibt. Die Erinnerung an das letzte Bild an die letzte Nacht von gestern ist nur ein Bild (mit der Aufschrift 22:00 Uhr) und das erste Bild heute Morgen hat die Aufschrift 08:00. Aus diesen zwei Bildern zu extrapolieren, dass ich 10 Stunden geschlafen haben soll ist nur eine Berechnung. DAS ist die Illusion, das Maja, dass man sich selbst macht und sich selbst einredet.

Vielleicht bedeuten die Worte - ohne diese zeitliche Betrachtung - ganz was anderes?!

Dennoch, der eine oder andere wird Widersprechen, dass es nicht wahr sei, was ich da sage, dass man nämlich ein Termin mit jemanden vereinbaren kann und wenn man pünktlich am Treffpunkt da ist, dass die andere Person auch da sei.

Was wäre, wenn ich mir die andere Person nur herbeidenke? :-)



Wie auch immer. Es ist ein Gedankenspiel.
Wahr ist das, was ich für wahr halte.
Nicht mehr und nicht weniger.

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